Die absurde Idee der repräsentativen Demokratie

"Unsere Demoraktie!"

Die zwei Grundformen der Demokratie

Das Wort „Demokratie“ leitet sich von zwei altgriechischen Begriffen ab, „demos“ (das Volk) und „kratos“ (die Herrschaft). Eine Demokratie soll also eine „Herrschaft des Volkes“ sein.

Nun gibt es grundsätzlich zwei Wege, wie sich diese Demokratie, also eine Volksherrschaft, oder das, was man als solche bezeichnen will, verwirklichen lässt:

  • Die direkte Demokratie
  • Die indirekte (repräsentative oder parlamentarische) Demokratie.

Während bei ersterer das Volk direkt zu den sie betreffenden Sachfragen abstimmt, kommt es bei der repräsentativen Variante zur Übergabe der Macht an sog. „Volksvertreter“. Diese kandidieren und werden dann in in regelmäßig abzuhaltenden Wahlen gewählt, oder eben nicht. Dieses System ist in den meisten westlichen „Demokratien“ verwirklicht.

Und genau hier liegt der schwere Konstruktionsfehler.

Denn man geht bei der Implementierung dieser Variante davon aus, dass diese „Volksvertreter“ ausschließlich die Interessen des Volkes vertreten würden und sie, wenn sie dies nicht tun, bei der nächsten Wahl durch andere, vermeintlich bessere, Volksvertreter ersetzt werden können.

Die Fehlfunktion der repräsentativen Demokratie

Jene politischen Vordenker aus der Zeit der Aufklärung, welche dieses System ersonnenen haben, haben vermutlich  nicht den Weitblick besessen, zu antizipieren, welche Missbrauchsmöglichkeiten ihr Konstrukt inhärent in sich trägt. Sie konnten nicht ahnen, dass diese Art, die Macht an Volksvertreter zu delegieren, letztlich dazu führt, dass vollkommen inkompetente Figuren, teilweise gekennzeichnet durch erhebliche psychische Defekte, die Macht in einem Staat an sich reißen und sie mit Klauen und Zähnen verteidigen, ebenso wie es ihre absolutistischen Vorgänger getan haben, deren unseliges Wirken man eigentlich mit der Etablierung demokratischer Herrschaftsformen hinter sich lassen wollte. Fall(beil)weise auch durch den Einsatz eines neuen mechanischen Instrumentes, um den Kopf einer Person effektiv vom Rumpf zu trennen.

Nachgerade absurd ist dabei bereits der Grundgedanke. Wie kann man auf die abwegige Idee kommen, jene, die das Volk zu seinen Vertretern erwählt hat, würden nun in der vor ihnen liegenden Wahlperiode die Interessen des Volks vertreten?

Jeder Mensch strebt nach Eigennutz (was vollkommen natürlich ist). Diesen Widerspruch zwischen Eigennutz und gemeinwohlorientierten Handeln hat bereits im 17. Jahrhundert Jean-Jaques Rousseau erkannt und daraus abgeleitet, dass es nicht ohne Weiteres möglich sei, den „Volonté générale“, also den allgemeinen, auf das Wohl aller, gerichteten Gemeinwillen zu manifestieren und in den Ausgleich zum Eigennutz eines jeden Menschen zu setzen.

Die heutigen Politakteure, deren Handeln im günstigsten Fall hauptsächlich durch absolute Unfähigkeit, Dummheit und Inkompetenz gekennzeichnet ist, zeigen, dass dies die Hauptschwachstelle der Idee des Volksvertretertums ist. Im ungünstigen Fall kommt dann bei bestimmten Akteuren noch eine ausgesprochene psycho- oder soziopathische Komponente hinzu.

Die politische Wirklichkeit in den vorgeblichen „Demokratien“ des Westens zeigt, diese Systeme nicht funktionieren. Menschen, an deren intellektuellen Fähigkeiten und an deren psychischer Geeignetheit für Regierungsämter über weite Strecke erhebliche Zweifel bestehen, bringen sich in einem solchen System an die Spitze. Dazu bedarf es bestimmter Fähigkeiten. Und genau diese Fähigkeiten sind es, die einem auf das Wohl des Volkes ausgerichtetem Handeln diametral entgegen stehen.

Die heutigen „Volksvertreter“ fallen auf durch Rücksichtslosigkeit bei der Eroberung der nächsten Sprosse der Karriereleiter, durch Brutalität im Wegmobben lästiger Konkurrenz und eine unbedingt erforderliche Skrupellosigkeit jenen dienlich zu sein, die Macht, Einfluss und vor allem wirtschaftliche Potenz ihr Eigen nennen. Das Volk und seine Belange spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Kritiker oder Gegner werden in der öffentlichen Debatte gnadenlos abgekanzelt, sie werden diffamiert, beschimpft oder es wird anderweitig versucht, sie im öffentlich Licht besonders schlecht dastehen zu lassen. Unmittelbar vor Wahlen wird dann gerne auch mal der nächste Skandal inszeniert.

Die Demokratie, von der Idee her der Platz der Debatte, des elegant geführten geistigen Streits und der durch Sachlichkeit getragenen Auseinandersetzung, verkommt hier zu einer grotesken Veranstaltung derer, die am lautesten brüllen können aber am wenigsten zu einer geistigen Konfrontation mit Argumenten oberhalb der Trivialität des brutalen aufeinander Einschlagens fähig sind. Sie ersetzen dann, auch das ist beobachtbar, den sachlichen und ausschließlich an rationalen Erwägungen ausgerichteten Diskurs durch unsachliche, brutale und auf den Gegner gerichtete („ad hominem“) Angriffe.

Sehr deutlich kann man das vollkommen indiskutable Verhalten der Politakteure erkennen, wenn man den Umgang mit neuen politischen Kräften beobachtet, die sich anschicken, das bisherige System in Frage zu stellen und das Heer der etablierten Taugenichtse um seine Pfründe zu bringen. Solche politischen Kräfte, welche dieses herrschende System in Frage stellen, sind z. B. die Partei Alternative in Deutschland (AfD), die seit etwas über 10 Jahren in Deutschland der politischen Landschaft angehört. Diese werden gnadenlos bekämpft, mit untauglichen Scheinargumenten („Nazis!!!!“) dämonisiert und man ist wieder bei der althergebrachten Taktik die da lautet „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“.

Bei der parlamentarischen Arbeit werden die angeblichen Störer des etablierten politischen Gefüges gnadenlos behindert und man zeigt sehr deutlich, dass man diese politischen Neulinge ebenso wie ihre Wähler, über alle Maßen verachtet. Wobei diese Verachtung primär darauf beruht, dass jene, die ohne Politik kein monatliches Einkommen in fünfstelliger Höhe erreichen würden, wohl primär eben diese Luxusbezahlung im Hinterkopf haben und ihren möglichen Verlust mit erheblicher Anstrengung verhindern müssen.

Der „Schutz der Demokratie“

Besonders grotesk wird es dann, wenn dieser Personenkreis dann auch noch zu jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit die Demokratie in Gefahr wähnt. Wobei diese Form der „Demokratie“ beobachtbar lediglich eine sog. Kakistokratie (also die Herrschaft der Unfähigsten) oder sogar eine Kleptokratie (eine Herrschaft der Plünderer) darstellt. Eine Herrschaftsform die primär der Alimentierung der Untauglichen dient. Wenn man Demokratie allerdings ausschließlich als die eigene Herrschaft begreift, wie dieser Personenkreis es offenkundig tut, dann ist jeder Angriff auf diese Herrschaft natürlich etwas, wovor man diese Machtausübung bewahren muss. Und dann sind wir eben beim „Schutz ‚unserer Demokratie'“.

Man bedient sich dann staatlicher Machtmittel wie Behörden („Verfassungsschutz“, „Staatsschutz“), formuliert Untersuchungs- und Beobachtungsaufträge, man richtet „Meldestellen“ ein, wo regierungstreue Menschen andere denunzieren können, wenn letztere irgendeinen kritischen Beitrag in öffentliche Netze einstellen etc. etc. Die angeblichen „Erkenntnisse“ aus den Beobachtungen werden breit publiziert und man zeigt und klar „Das sind die Bösen!“ Manchmal müssen diese angeblichen „Erkenntnisse“ dann aufgrund der Entscheidungen der Reste des funktionierenden Rechtssystems zurückgenommen werden, weil sie auf so dünnen Eis stehen, dass dieses rein gar keine Tragfähigkeit für die vorgebrachten Anschuldigen aufweist. Ein Umstand der dann aber deutlich weniger breit publiziert wird, wie die ursprüngliche Meldung über die angebliche Schlechtigkeit des politischen Opponenten.

Fazit

Das, was man uns als „unsere Demokratie“ präsentiert, hat sich zu einem schrecklichen Zerrbild des Grundgedankens einer Volksherrschaft entwickelt. Aus „demos“ und „kratos“ wurde eine Bonzokratie der Schlechtesten, der Unfähigsten und der am meisten von ihrer Macht Besessenen. Sie dienen nicht dem Volk, sie dienen anderen. Vor allem sich selbst.

 

 

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